Angst beim Reiten

 

Angst ist eine sehr „ursprüngliche „ Emotion. Ohne Angst wäre unsere Menschheit schon längst ausgestorben. Sie schützt uns vor Gefahren und sicherte das Überleben in der Vorzeit. Wir Menschen besitzen ein Gen (Stathmin), das für angeborene und erlernte Angst zuständig ist. Die Ursachen der Angst sind sehr unterschiedlich. So spielen Überforderung und Stress, negative Erfahrungen (Kopfkino), mangelndes Selbstvertrauen, negatives Denken oder Erziehungsfehler eine Rolle bei der Entstehung von Angst. Dabei muss man unterscheiden, ob es sich um berechtigte, reale Angst handelt oder um eine verzerrte Wahrnehmung.

Der erste Schritt ist, unsere Angst näher zu beleuchten, um einschätzen zu können, ob die Angst berechtigt ist oder nur in unserem Kopf existiert. Das klappt am besten mit einer Standortanalyse. Dazu ist es hilfreich, sich Zettel und Stift zu

schnappen und sich zu folgenden Fragestellungen Notizen -oder noch besser ein Mindmap (unser Gehirn liebt Bilder !)- zu machen.

 

1. Was kann ich (mein Pferd) gut ? Welche Fähigkeiten haben wir (schon erlernt) ?

Welche Lektionen funktionieren einwandfrei (Paraden, Übergänge, Seitengänge) ?

Wie gut ist meine Beziehung zu meinem Pferd ? Wie groß ist das Vertrauen zueinander ? Am Boden ? Im Sattel ? Gelingt eine erfolgreiche Kommunikation ? Wie und wer hat die Führung in unser Beziehung ? Wie sieht mein Selbstbild und mein Selbstvertrauen aus ? Kann ich mir, meinen Stärken und Fähigkeiten und meinem Pferd auch in kritischen Situationen vertrauen ? Ist meine Selbstbild realistisch ? Oder ist es verzerrt und beeinflusst durch die Interpretationen anderer bzw. durch mich selbst ?

 

2. Was erfordert die neue oder Angst einflößende Situation von mir ? Was muss ich tun, um diese Situation erfolgreich zu meistern ? Welche konkreten Schritte muss ich tun ? Was brauche ich dafür ? Wer oder was kann mir dabei helfen ? Diese Gedanken und Lösungsansätze werden nun zu einem smarten Ziel formuliert und es werden ganz konkrete Handlungsschritte erarbeitet. Oft wirkt das riesige "Problem" auf einmal nicht mehr so bedrohlich. So kommt man aus der Opferrolle raus -man wird zum Akteur statt zum Reakteur.

 

Es gibt aber auch Ängste, die sich nicht so einfach lösen lassen.

Manchmal blockieren uns auch verletzende Sprüche (du lernst es ja doch nie, das ist keine Piaffe-das ist Angst auf der Stelle, vielleicht kommst du wieder, wenn du 10 Kg abgenommen hast...), ungerechtfertigte Kritik vom Reitlehrer, Richtern oder Zuschauern unser Weiterkommen.

Manchmal ist aber auch ein traumatisches Erlebnis wie Kontrollverlust oder Sturz vom Pferd die Ursache des Kopfkinos (oder dem PSI = posttraumatischer Stressimprint).

 

Wie  können wir mit den schrecklichen Gedanken wie: "Hoffentlich falle ich nicht schon wieder vom Pferd, scheut mein Pferd nicht wieder in der Ecke, geht er nicht wieder im Gelände durch, verletze ich mich nicht nochmal so schwer..."  umgehen ?

Unbewusst reagiert der Körper mit Verspannungen oder flachem Atem-das Pferd antwortet mit Anspannung und Alarmbereitschaft.

 

In all diesen Situationen kann Wingwave® sehr effektiv und schnell helfen. Mit dieser Methode können nicht nur erlebte Traumata wie Stürze, Unfälle und Verletzungen verarbeitet werden, sondern es können auch sogenannte Beliefs oder Glaubenssätze aufgelöst werden. Auch Leistungsdruck, Perfektionismus, mangelndes Selbstvertrauen und hartnäckige Sitzfehler lassen sich mit der Methode gut bewältigen. Voraussetzung, dass die Wingwave®-Intervention erfolgreich ist: Für die Probleme beim Reiten muss der Reiter ursächlich verantwortlich sein- nicht das Pferd.