Sturmausritt

Heute war die mentale Stärke von Ross und Reiter gefragt !


Endlich regnete es mal nicht und die Sonne lugte hinter den Wolken vorsichtig hervor. Ich wollte das Wetter nutzen, um mit meiner Stute mal wieder eine Runde im Gelände zu drehen.

Doch ich hatte den Sturm unterschätzt, der mal wieder über Niedersachsen hinweg fegte und meine Pferde wie elektrisiert sein ließ. Eigentlich klappte alles prima-bis wir zu der Strohmiete kamen. Hier hatte der Sturm die Plane schon halb vom Stroh gerissen und diese flatterte nun heftig im Wind hin und her. Nun ließ es Mentale Stärke zu beweisen:


In einer solchen Situation ist es wichtig, Gelassenheit und Souveränität auszustrahlen.


Durch vielfältige Forschungsarbeiten weiß man inzwischen, dass unsere Gedanken unser Handeln und somit auch unser Verhalten bestimmen. Dies hat unmittelbaren Einfluss auf die gesamte Physiologie des Körpers. Sichtbar wird dieses an Hand der Körperhaltung und - Sprache.


Das Mental Training macht sich diese Erkenntnis zu Nutze. Durch die Veränderung der Gedanken kommt es zur Veränderung der Körperchemie. Dabei spielt es keine Rolle, ob erst der Geist oder erst die Körperhaltung verändert wird.


Pferde besitzen als Fluchttiere sehr feine Instinkte für minimale Bewegungen, Spannungen oder Geruchsveränderungen. Unsere Gedanken bestimmen  nicht nur unsere Handlungen sondern auch unsere Physiologie. Einen schnelleren Pulsschlag, einen höheren Muskeltonus, eine flachere Atmung....


Die Pferde reagieren darauf mit Anspannung und Alarmbereitschaft. Ist das Vertrauen in ihren "Herdenchef Mensch" nicht ganz gefestigt oder sogar nicht vorhanden, treffen Pferde in solchen Situationen oft ihre eigenen Entscheidungen. Dies kann unangenehme Folgen für den Reiter haben.


Gelassenheit in heiklen Situationen

Deshalb gilt hier: Visualisieren des positiven Ereignisses

Durch die Körpersprache (Aufrichten, tief in den Sattel setzen, tief in den Bauch atmen) dem Pferd Ruhe und Sicherheit geben.

Im Kopf die richtigen Bilder haben:

Wir schreiten gelassen am langen Zügel an der Stohmiete und der flatternden Plane vorbei. Dabei den Blick hinter dem Objekt fokussieren.

Mit diesem Bild im Kopf und der entsprechenden Körpersprache sollte das Vorbeireiten keine Schwierigkeiten machen.

Vertraut man aber seinen Fähigkeiten nicht, ist es besser in solcher Situation abzusteigen und das Pferd vorbei zu führen. Die Sicherheit von Ross und Reiter gehen immer vor !!

 

 

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