5 Eigenschaften, die dich zu einem mental starken Reiter werden lassen !

 

 

 

Warum du dich ohne Mentale Stärke mit deinem Pferd nicht weiter entwickeln kannst ! Um ein vertrauenswürdiger Herdenchef deiner „Mini-Herde “ (Du und dein Pferd) zu werden, brauchst du die folgenden Eigenschaften:

 

 

  • Achtsamkeit und Konzentrationsfähigkeit
  • Selbstbewusstsein und positive Gedanken
  • Souveränität
  • Gelassenheit
  • Flexibilität

 

Was beinhalten diese Eigenschaften und warum sind sie so wichtig im Umgang mit dem Pferd ?

In den folgenden Blogartikel gebe ich dir Antworten auf diese Fragen. Zudem gebe ich Tipps, wie du deine mentale Stärke ausbauen kannst. Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem ersten Punkt: Achtsamkeit und Konzentrationsfähigkeit. Wie sieht es bei dir mit diesen Eigenschaften aus ? Guckst du ständig auf dein Handy während du auf dem Pferd sitzt ? Oder ist es im Stallspind gut weggeschlossen oder sogar im Auto geblieben, damit du die Zeit mit deinem Pferd ganz ungestört genießen kannst ??

Ist die Unterhaltung mit deiner Freundin gerade wichtiger als aufmerksames Putzen oder konzentriertes Warmreiten ? Oder nutzt du das Warmreiten um dich auf das Reiten einzustimmen ? Dich auf deinen Körper zu konzentrieren ? Gibt es Spannungen im Körper ? Muskeln, die noch nicht locker sind ? Oder Verspannungen und körperliche Blockaden ? Kannst du den Ärger im Büro oder mit dem Chef zur Seite schieben, bevor du aufs Pferd steigst ? Kannst du alle negativen und störenden Gedanken durch positive ersetzen ?

Nutzt du die Zeit, um in dein Pferd hinein zu horchen ? Ist der Schritt geregelt ? Ist dein Pferd mit seiner Aufmerksamkeit bei dir ? Ist dein Pferd heute vielleicht schlecht drauf ? Will es lieber im Gelände etwas bummeln als bei der Hitze auf dem staubigen Platz Lektionen zu üben ? Deine Konzentration trägt maßgeblich am Erfolg des Trainings bei. Je konzentrierter und achtsamer du bist-im hier und jetzt-, desto klarer ist deine Kommunikation mit dem Pferd. Deine Gedanken sind fokussiert auf deine nächste Lektion oder Aufgabe. Achtsam nimmst du deine Umgebung und die Reaktion deines Pferdes wahr. Du hast im Kopf das harmonische Bild der gelungenen Aufgabe. Dies kann dein Pferd wahrnehmen und es reagiert darauf !

Ich merke inzwischen recht schnell, wie meine „Damen“ so „drauf“ sind. Früher wollte ich unbedingt mein Programm, welches ich mir zurecht gelegt hatte, durch ziehen. Oft endete dies im Stress, Streit mit anschließendem Frust und Motivationsverlust von mir und meinem Pferd.Hier kommt der 4. Punkt des mental starken Reiters zum Tragen = die Flexibilität. Aber dazu mehr in einem späteren Artikel. Heute mache ich es anders.Ich lasse mich von meinem Pferd überzeugen, dass wir an dem Tag z.B. lieber eine kurze und knackige Dualaktivierung (M. Geitner) reiten. Am nächsten Tag freue ich mich dann über meine motivierten Pferde, die dann auch gerne die anstehenden Lektionen mit mir üben.Wenn du dich bei einigen der den oben aufgeführten Punkten wieder findest, dann solltest du an deiner Achtsamkeit und Konzentration arbeiten.

Die Konzentration verbessern: Hier eigen sich die folgenden Übungen:

  • Der Scroop-Test (ist im Internet zu finden)-sehr effektiv und lustig !
  • Augenlabyrinth Kabelsalat (zB. http://www.fit-4-future.de/)- kennt jeder noch aus seiner Kindheit
  • Jonglieren !! Wenn du jetzt meinst, Jonglieren ist nichts für dich, dann muss ich dich eines Besseren belehren: jonglieren fördert nicht nur die Konzentration, sondern auch die Reaktionsfähigkeit, die Wahrnehmung und die Geduld – alles Eigenschaften, die wir beim Reiten brauchen !!
  • Gegensätzliche Bewegungen: die rechte Hand malt einen Kreis in der Luft, die linke Hand malt ein Quadrat.

Die Achtsamkeit verbessern:

  • Mache nichts halb oder abgelenkt: sei ganz bei der Tätigkeit, die du gerade tust (im Hier und Jetzt sein). Wahrscheinlich denkst du, dass mache ich doch sowieso. Aber ist das wirklich so ? Wie oft liest du beim Essen - morgens beim Frühstück die Zeitung ? Wie oft guckst du auf dein Handy während der Arbeit oder sogar beim Autofahren ?

  • Atemübungen: verfolge mal für einige Zeit deinen Atem ! Wie tief atmest du ein ? Geht der Atem bis runter ins Zwerchfell oder bleibt er im Brustraum stecken ? Atmung ist ein sehr wichtiger Faktor beim Reiten ! Über die Atmung erkennt dein Pferd deine emotionale und mentale Verfassung. Kannst du deine Atmung kontrollieren, kannst du auf deinen Gemütszustand und deine Gedanken Einfluss nehmen.
  • Fördere deine Sinneswahrnehmungen: Nimm dir vor, jeden Tag einen Sinn zu fördern.Am ersten Tag beginnst du mit dem Hören. Geh in die Natur und horche mal genau hin ! Was genau für Geräusche hörst du ? Singen die Vögel ? Wenn ja, welche ? Gibt es Verkehrslärm ? Was für Fahrzeuge fahren dort ? Autos ? LKWs ? Trecker ?

Bei uns auf dem Land fahren natürlich viele Trecker am Hof vorbei. Ich kann inzwischen die einzelnen Trecker anhand ihres Motorengeräusches erkennen. Finde ich als „zugezogene Stadtpflanze“ sehr witzig-jetzt kommt der Fendt -Trecker von Nachbar x, dann der Deutz-Trecker von Nachbar y. Jetzt kommt mein Mann auf den Hof gefahren ;-) Übe dies mit den Sinnen Riechen, Schmecken, Fühlen und Sehen genauso !

Lege besonderen Schwerpunkt auf das Fühlen. Diesen Sinn benötigen wir beim Reiten besonders !

Nimm dir ausreichend Zeit, diese Dinge zu üben und sie in deinen Alltag zu integrieren. Du wirst sicher sehr schnell eine Veränderung im Umgang mit dem Pferd und beim Reiten spüren ! In dem nächsten Blogartikel wird es um unser Selbstbewusstsein und unser Selbstvertrauen gehen ! Viel Spaß und viel Erfolg beim Umsetzten und Üben deiner Mentalen Fähigkeiten !

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